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Raspberry Pi + XBMC = fett

Das Thema ist mit Sicherheit schon ein paar (mehr) Tage älter und keine Überraschung mehr. Dank des hauseigenen Media Centers meines Samsungs TVs war ein Umstieg auf XBMC nie so das wichtigste Thema. Die letzten Tage juckte es mich aber in den Fingern und ich musste es ausprobieren. Zum Glück, denn es ist fett.

Um XBMC auf den Raspberry Pi zu bekommen, gibt es drei populäre Möglichkeiten: OpenELEC, XBian und Raspbmc. Ich habe mich aufgrund von Empfehlungen für erst einmal für Raspbmc entschieden. Die Installation ist einfach und es wird nichts weiter als ein Zugang zum Internet benötigt. Leider plagten mich ständige Abstürze und Reboots (womöglich im Zusammenhang mit meiner AFP-Freigabe). Ich startete einen weiteren Anlauf, dieses mal mit OpenElec. Die Installation war nicht ganz so einfach wie bei Raspbmc, allerdings läuft das System sehr viel stabiler und zu Abstürzen kommt es eigentlich nie. Eine detaillierte Anleitung der Installation für alle Betriebssysteme findet man im OpenELEC Wiki

IMG_7037 2Die wirklich guten (und meistens aufwändigen) Themes (wie z.B. Aeon Nox) sind auf dem Raspberry Pi leider unbrauchbar. Selbst mit einer Vielzahl an deaktivierten Plugins läuft das System eher träge und es kommt andauernd zu Reboots. Während bei der Wiedergabe von HD Filmen eine geringe CPU-Auslastung von 10-15% besteht, braucht’s im Menü schnell über 90%. Das ist eher uncool. Auch wenn man es nicht wahr haben möchte, irgendwann akzeptiert man dann einen Standardtheme. XBMC läuft rund und so hässlich sind sie dann doch nicht.

Ganz großes Kino bietet, neben der gewohnten XBMC Remote aus dem iOS App Store, die HDMI-CEC Unterstützung. Sofern der Fernseher es zulässt, kann der Raspberry Pi die Kommandos der TV-Fernbedienung interpretieren. Das ist verdammt bequem, denn gerade wenn man in seinem iOS-Gerät einen Sperrcode hat, wünscht man sich häufig mal eine richtige Fernbedienung zu der man spontan greifen kann. Einzige Vorraussetzung: der Fernseher unterstützt CEC und ein geeignetes HDMI-Kabel ist vorhanden.

Kleiner Tipp für alle die eine Festplatte via AFP auf ihrem Mac-Device freigegeben haben und darüber Filme oder Serien abspielen wollen. Wenn man das Netzlaufwerk zu den Quellen hinzufügen möchte, findet man sie unter dem Punkt “Zero-Configuration”. Leider wird sie dort lediglich angezeigt und lässt sich nicht öffnen. Um sie dennoch hinzufügen zu können, trägt man die Quelle einfach manuell ein. Das sieht dann wie folgt aus: afp://username:password@192.168.178.30/Pfad. Wenn die Freigabe keine Authentifizierung benötigt, kann man den Teil “username:password@” einfach auslassen. Beim Hinzufügen warnt XMBC davor, dass die Quelle nicht erreichbar sei, einfach mit “Trotzdem hinzufügen” überspringen. Das Buffern eines Films dauert so 5-15 Sekunden – je nachdem ob die Festplatte noch starten muss und ob es sich um einen 1080p-Film handelt.

Die Hardware

Raspberry Pi Model B (Rev 2), Tek-Berry Case in weiß, AmazonBasics HDMI-Kabel, eine 16GB SanDisk Ultra SDHC und ein altes Netzteil eines Androiden mit Micro-USB. Außerdem optional Kühlkörper zum Übertakten.